Sommerlager 2013 in Wiesmoor – Rover Matsch

Erschienen am 15. Juli 2015 in Rover

Geschrieben von Anna Dallmeier

Das Sommerlager findet in der Regel jährlich in den letzten beiden Wochen der Sommerferien statt. Das war dieses Jahr vom 17. bis 13. August. Dieses Jahr gab es zwei verschiedene Sommerlager. Die Rover Matsch (Münsterbusch und Atsch) und die Juffis Atsch sind zusammen in das knapp 400 km entfernte Wiesmoor in Ostfriesland gefahren. Dabei waren sieben Leiter, acht Rover, fünf Juffis und eine Küchenteam-Verstärkung.

Nach den ersten Tagen hatten sich alle schnell ans Lagerleben gewöhnt. Jeder hat die ersten Nächte im Zelt ohne viel Heimweh verbracht. Jeder Tag wird begonnen oder beendet durch eine Tägliche Morgen- oder Abendrunde. Dabei wird das Tagesprogramm angekündigt und ein kurzes gemeinsames Spiel gespielt. Beim Kochen haben die Kinder und Jugendlichen oft mitgeholfen und nach den gemeinsamen Essen wurde darum gewürfelt, wer spülen musste. Bei trockenem Wetter haben wir oft abends ein Lagerfeuer gemacht, Lieder gesungen und Gitarre gespielt und manchmal auch Stockbrot über dem Feuer gebacken.

In der Mitte des Lagers findet traditionell die Hajk statt. Dabei Wandern die Kinder (erst ab der Juffi-Stufe) allein in ihren Trupps drei Tage lang ohne Leiter, dafür aber mit Gepäck, wie Isomatten und Schlafsäcke. Am Tag vorher wird die Hajk gut geplant. Zusammen mit ihren Leitern überlegen die Gruppen sich eine Wanderroute und zeichnen diese in ihre Karten ein, für die ein Kind der Gruppe verantwortlich sein wird. Außerdem bekommt ein Mitglied des Trupps ein Handy und ein Anderes das Geld für die drei Tage. Am ersten Tag der Hajk wird früh aufgestanden und direkt nach dem Frühstück machen die Kinder sich auf den Weg. In den nächsten Tagen werden sie sich selbst versorgen. Für die meisten Kinder ist dies das erste „große Abenteuer“. Haben die Kinder dann abends einen geeigneten Schlafplatz gefunden, rufen sie die Leiter an, welche sie jeden Abend dort besuchen kommen. Die Rover haben diese Hajk eine Nacht in einem Feuerwehrheim und die Andere in den Räumlichkeiten einer Kita verbracht. Die Juffis verbrachten eine Nacht auf einem Reitgut und die andere in einem Pfarrheim. Am dritten Tag trudeln die Trupps dann wieder auf dem Zeltplatz in Wiesmoor ein und richten ihre Schlafplätze wieder. Am Abend findet dann immer das Bergfest statt. Dabei gibt es ein großes Lagerfeuer, Bowle, den Lagerstempel für jeden und alle Kinder dürfen länger aufbleiben. Da die meisten von der Hajk aber erschöpft sind, sind die Juffis trotzdem schon früh in die Zelte gegangen.

Meine Highlights des Lagers waren unter Anderem: das Tretboot fahren, das Erlebnis Minigolf spielen, die Nachtwanderung, die Hajk mit anschließendem Bergfest, die Wattwanderung, die Tage im Spaßbad, die Besichtigung der Werft in Papenburg, die Lagerolympiade, der Besuch im Zoo am Meer, der Tag am Strand und die Zeit in Bremerhaven und Wilhelmshaven.

Was ich aus dem Lager mitnehme? Zu allererst den neuen Aufnäher für meine Kluft! Außerdem aber noch zu wissen, dass die Besichtigung einer Werft nicht – wie zuerst angenommen – langweilig, sondern wirklich beeindruckend ist und dass die Eisbären im Zoo am Meer wesentlich größer sind, als wir alle erwartet haben und die wichtigste Erkenntnis: dass Stockbrot besser schmeckt, wenn man Reibekäse unter den Teig mischt.

 

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